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Identitätsfragen: Eine Materialsammlung

Sauerland-Baukultur / Identitätsfragen: Eine Materialsammlung

Identitätsfragen

Um regionale Baukultur zu fördern, braucht es zunächst ein gemeinsames Verständnis davon, worin sie besteht. Das bedeutet: Genau hinsehen, Farben und Formen identifizieren, Bilder finden, Lieblingsorte zeigen, ein Lebensgefühl beschreiben.





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Schwingende Landschaft
Die „schwingende Landschaft“des Sauerlands spielt eine maßgebliche identitätsstiftende
Rolle für die Region – und steht dabei immer in regem Dialog mit der bebauten Umwelt. Die dichten Wälder und grünen Hügel, die klaren Seen und lebendigen Flüsse bilden
gemeinsam mit kleinteiligen Dorf- und Stadtkernen die regionaltypische Baukultur.
Sowohl für die Lebensqualität in Südwestfalen als auch für die Entwicklung touristischer
Potentiale ist das Zusammenspiel von geschützter Natur und historisch gewachsenen
Siedlungsräumen von zentraler Bedeutung. Die Förderung von Baukultur sollte daher
auch Aspekte der Nachhaltigkeit und des verantwortungsbewussten Umgangs mit Ressourcen berücksichtigen.





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Die Farben der Sauerland- Baukultur
Das ganze Sauerland auf einer Farb-Palette: Aus Grauwacke bestehen die Sockelzonen
vieler historischer Bauten, Holz findet sich im Fachwerk, Schiefer auf den Dächern – und Grün dominiert in Wäldern, Wiesen und Freiflächen. Die Architektin und Innenarchitektin Sabine Keggenhoff gestaltete eine Collage, die für das Sauerland typische Farben und
Materialien abbildet. Mit ihr lässt sich die regionale Baukultur assoziativ erfassen.





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Blaues Haus als Leitmotiv
Bei der Entwicklung eines gemeinsamen Grundverständnisses der regionaltypischen
Baukultur hat sich das Akteurs-Netzwerk auf ein Leitmotiv geeinigt: Das Blaue Haus in Arnsberg, einst ein Bürgerhaus und heute Veranstaltungsraum und Verwaltungsgebäude des Hochsauerlandkreises, steht symbolischfür vieles, was die Sauerland-Baukultur ausmacht: Das Blaue Haus ist nicht nur ein Musterbeispiel für die regionaltypische Fachwerkbauweise, sondern es hat auch Vorbildcharakter für zukünftige baukulturelle Leitlinien. Bei der Sanierung des Baus 2011-2013 wurde behutsam vermittelt – zwischen neuester Technik und historischen Baumaterialien, zwischen Denkmal und Umwelt, zwischen Moderne und Tradition.





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Fotoaktion #sauerlandbaukultur
Baukultur für alle, Baukultur von allen! Im Sommer 2017 rief das Netzwerk eine Fotoaktion aus, die gleichzeitig als eine Art Umfrage funktionierte. Was verbindet der Hobby-Fotograf mit dem Begriff „Baukultur“? Wie versteht ihn die Naturliebhaberin? Die über 60 eingegangenen Fotos wurden unter dem Hashtag #sauerlandbaukultur auf
Instagram gepostet und auf der Sauerland-Baukultur Website veröffentlicht. Die Fotoaktion half einerseits, die breite Öffentlichkeit schon frühzeitig auf das Thema einzustellen, andererseits war die Auswertung der eingegangenen Motive für das Netzwerk ein wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Begriffsklärung.

Das Werkstoffhaus: Sauerland to go
Die Auseinandersetzung mit der Sauerland-Baukultur inspirierte den Architekten Michael Arns zu einem Miniatur-Modell, dem „Werkstoffhaus“. Es symbolisiert drei typische Materialien sauerländischer Fachwerkgebäude:

1) Grauwacke für den Sockel
2) Eichenholz für den Baukörper
3) Schiefer für das Dach.





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Zusammengehalten wird das „Sauerland-Haus“, das als kleines Präsent oder „Give-Away“ gedacht ist, von einer Banderole mit Fachwerksymbolik. Sauerland-Baukultur
zum Mitnehmen, für die Hosentasche, den Schreibtisch oder das Kinderzimmer. Der Designschutz ist eingetragen und eine serielle Umsetzung wird derzeit geprüft.